Teilstationäre Einrichtungen

Sozialpädagogisch betreutes Wohnen Trabitz

Mit der Jugendhilfeeinrichtung „Sozialpädagogisch begleitetes Wohnen Trabitz“ bieten wir für Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund eine Unterbringung. Rechtliche Grundlagen für das Betreute Wohnen sind § 13 Abs. III SGB VIII sozialpädagogisch begleitete Wohnform in Verbindung mit § 27, § 41 SGB VIII Hilfen für junge Volljährige, Nachbetreuung. Da die Basis des Arbeitens bei LearningCampus die Erlebnispädagogik ist, finden mit den Jugendlichen erlebnispädagogische Aktivitäten statt. Sie erleben sich als Teil einer Gruppe und können sich auf diese Weise entfalten und in die Gesellschaft integrieren.

Arbeitsziel

Ziel ist es, die Jugendlichen zu einer selbständigen Lebensführung zu befähigen. Während des Verbleibs in der Einrichtung sollen ihr Selbstbewusstsein, ihre Selbstwirksamkeit und ihre Eigenverantwortung gestärkt werden. Weiterhin ist es ein Ziel, gemeinsam mit den Jugendlichen ein Netzwerk an professionellen Helfern und Freunden/Bekannten aufzubauen, auf das sie nach ihrer Zeit im sozialpädagogisch betreuten Wohnen zurückgreifen können. Im Prozess sollen sie außerdem die Werte und Normen unserer Gesellschaft kennenlernen und verankern. Ziele für die Arbeit der Einrichtung sind u.a.:

  • Unterstützung beim Erlernen der geltenden Werte und Normen
  • Stärkung und Stabilisierung der Persönlichkeit
  • Aufarbeitung von dramatischen Erfahrungen
  • Integration in das soziale Umfeld
  • Aufbau eines sozialen Netzwerkes
  • Regelmäßiger Schulbesuch
  • Förderungen von sinnvollen Freizeitaktivitäten und sportlichen Aktivitäten
  • Bei Bedarf: Erlernen der deutschen Sprache

Mögliche weitere Ziele sind:

  • Orientierung und Stärkung in der aktuellen Lebenssituation
  • Bewältigung von Alltagsaufgaben
  • Verselbständigung
  • Kulturelle und gesellschaftliche Werte kennenlernen
  • Erprobung und Erlernen von hauswirtschaftlichen Fähigkeiten
  • Sicheren Umgang mit Behörden erlernen
  • Weitestgehend eigenständige, verantwortliche Lebensführung erlernen
  • Mit Konfliktsituationen sicher umgehen

Zielgruppe

Die Einrichtungen sind ausgelegt für vier bzw. acht männliche Jugendliche bzw. junge Volljährige ab 16 Jahren jeglicher kultureller und nationaler Herkunft. Nicht aufgenommen werden Jugendliche

  • mit schweren psychotischen Erkrankungen, akuter psychiatrischer stationärer Behandlungsbedürftigkeit
  • mit schwerer körperlicher und geistiger Behinderung oder anderen gravierenden zerebralen Schädigungen
  • mit akuter massiver Suchtmittelabhängigkeit/ -konsum
  • mit riskantem Verhalten einer Selbst- und Fremdgefährdung
  • als gesuchte Straftäter
  • welche minimale Kooperation verweigern

Methoden

Die Jugendlichen sollen in einer Atmosphäre von Respekt, Sicherheit und Schutz begleitet werden und eine mutmachende und realistische Zukunftsperspektive entwickeln. Dafür setzen wir folgende Methoden ein:

  • Bezugsbetreuersystem: um individuell auf die Bedürfnisse des Jugendlichen einzugehen und konkrete einzelfallbezogene Arbeit zu leisten
  • Ressourcenorientierte Arbeitsweise: mit dem Ziel des „Empowerments“, dem „Stark machen“ des Jugendlichen
  • Erlebnispädagogische Einzel- und Gruppenangebote: durch vielfältige Zusatzqualifikationen unserer Betreuer wie Bogenschießschein, Hochseilgartentrainerschein, Yoga-Lehrer, Kanuguide, etc.
  • Lebensweltbezug: um die Jugendlichen alltagsnah auf ihr späteres Leben vorzubereiten

Zeitlicher Rahmen

Wochentags beträgt die Betreuungszeit 2,5 Stunden (z.B. 16:00 bis 18:30 Uhr). Zusätzlich gibt es regelmäßig klientenbezogene Termine nach Bedarf. An schulfreien Tagen (Wochenende und Ferienzeiten) richtet sich die Kernarbeitszeit nach den Erfordernissen. Dies ist abhängig von den verschiedenen Plänen und Bedürfnissen der Jugendlichen (Verwandtschaftsbesuche, Praktika, Aktivitäten, etc.).

Es findet keine Nachtbereitschaft statt. Zu den angegebenen Betreuungszeiten ist jeweils ein Mitarbeiter vor Ort. Die Betreuungszeiten werden dem Bedarf der jungen Menschen individuell angepasst und es kann deswegen ggf. von regulären Betreuungszeiten abgewichen werden und durch individuelle Termine ergänzt werden. Außerdem findet an jedem zweiten Wochenende, Samstag oder Sonntag, eine gemeinsame Aktivität statt. Die Jugendlichen können freiwillig daran teilnehmen und sich auch in deren Planung mit einbringen.